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martedì 10 aprile 2012

Su "Hintergrund" importanti messaggi di solidarietà a Günter Grass‏ dopo la sua denuncia dei pericoli della politica israeliana

Qualche tempo fa, per aver espresso timide riserve sugli incessanti insediamenti coloniali di Israele sul territorio palestinese, persino Obama è stato bollato quale «antisemita» dai sionisti più oltranzisti. Questa accusa non poteva non colpire Günter Grass: il terrorismo ideologico deve mettere a tacere qualsiasi voce critica nei confronti dell'espansionismo di Israele e della sua politica di guerra.
E al fine di legittimare questa politica di guerra, devono essere demonizzati i suoi bersagli: il presidente iraniano Ahmadinejad viene dipinto come colui che vorrebbe duplicare l'olocausto ebraico; in realtà si è limitato a suggerire che l'Israele dell'apartheid anti-palestinese farà la fine del Sudafrica dell'apartheid anti-nero. In effetti, in Sudafrica l'apartheid è stato spazzato via e non si è verificato nessun genocidio dei bianchi. Agli inizi dell'Ottocento, i militanti in lotta per l'abolizione della schiavitù nera negli Usa e nelle colonie europee erano bollati quali «biancofagi e assassini»; in modo analogo sono oggi trattati coloro che osano criticare la politica di espansionismo coloniale, di apartheid e di guerra che caratterizza l'Israele dei giorni nostri.
Domenico Losurdo

Was auch noch gesagt werden muss!



Intellektuelle melden sich in Hintergrund zu Wort. Kommentare zur Grass-Debatte von Moshe Zuckermann, Noam Chomsky, Domenico Losurdo, Rolf Verleger, Ekkehart Krippendorff und Norman Paech -

Von REDAKTION, 6. April 2012 - hintergrund.de

Am Mittwoch, den 4. April, veröffentlichte Günter Grass sein Gedicht „Was gesagt werden muss“. Noch am gleichen Tag setzte ein medialer Amoklauf gegen den Literaturnobelpreisträger ein. Vergessen schien Grass' Regierungstreue, die noch vor über zehn Jahren in seiner Unterstützung der rot-grünen Koalition bei deren Beteiligung am Krieg gegen Jugoslawien gipfelte, vergessen seine Nähe zu dem großen Wegbereiter des Neoliberalismus, Gerhard Schröder. Grass, einst des Kanzlers Liebling, gehätschelt von der SPD und den etablierten Medien, hatte ein Tabu gebrochen.

Plötzlich waren sich fast alle – egal welcher politischer Couleur – einig: Grass hat mit dem Text nicht nur den Bogen überspannt, er hat vielmehr ein hasserfülltes, antisemitisches Pamphlet verfasst. Kritik an Israels Politik ist unerwünscht, und wer es wagt, vor der Kriegsgefahr durch Netanjahu und Barak zu warnen, sieht sich in Deutschland einem Frontalangriff ausgesetzt. Beate Klarsfeld, Präsidentschaftskandidatin der Partei Die Linke, verstieg sich sogar zu einem Vergleich Günter Grass’ mit Hitler. Sie zitierte aus einer Drohrede, die Hitler 1939 gegen „das internationale Finanzjudentum“ gehalten hat und erklärte, wenn man den Ausdruck „das internationale Finanzjudentum“ durch „Israel“ ersetze, „dann werden wir von dem Blechtrommelspieler (Anm.: gemeint ist Grass) die gleiche antisemitische Musik hören“. Dass mit diesem Trommelfeuer an den Haaren herbeigezogener NS-Vergleiche letztlich die Opfer der nationalsozialistischen Schreckensherrschaft verhöhnt werden, ficht die moralisierenden Meinungsmacher aus Medien, Politik und Gesellschaft nicht an.

Hintergrund möchte diesem Unisono der Affirmation schwarz-gelber Außenpolitik und des „War on Terror“ die Stimmen ausgewiesener Ideologiekritiker entgegensetzen. „Was halten Sie von dem Grass-Gedicht und seiner Rezeption in Deutschland“, fragten wir namhafte Intellektuelle aus den Bereichen Wissenschaft, Politik, Literatur und Kunst. Die ersten Antworten sind eingegangen, weitere werden folgen.

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